Pop Universell e.V.

Ideale im neuen Gewand / Ideals in reconfigured shapes

12.12.11 in News

(english version below)

Ideale im neuen Gewand // Es wird etwas Neues geben

Vor zehn Jahren haben wir den Verein Pop Universell e. V. gegründet um Popkultur – besonders mit Blick auf Musik – zu ergründen, zu hinterfragen und zu fördern. In ehrenamtlichem Engagement aus „Spaß an der Idee“ abseits etablierter Strukturen wollen wir Netzwerk-Strukturen jenseits der herkömmlichen Musikindustrie beleben und Kommunikation untereinander anregen. Diese Ideen haben wir zehn Jahre lang in der Musikmesse Leipzig (Pop Up erfolgreich umgesetzt. In dieser Zeit haben sich die Rahmenbedingungen in der „kreativen Szene“ und speziell der Musikbranche stark verändert, und so bedarf es neuer Ansätze, um die Ideen von Austausch und Netzwerken zeitgemäß umzusetzen.

Aus diesem Grund sagen wir: Zeit für Neues!

In unserem neuen Veranstaltungskonzept bleiben die Grundsätze des Vereins ebenso erhalten wie der Fokus auf die Musikszene, gleichzeitig erfolgt eine Loslösung von der Musikmesse als Veranstaltungsform. Ziel ist es, die Alleinstellungsmerkmale und Möglichkeiten Leipzigs in eine neuartige Veranstaltung zu integrieren, die Erfahrung und Kompetenz aus der bisherigen Vereinsarbeit gewinnbringend fortzuführen und sich an den Bedürfnissen der unabhängigen Musikbranche zu orientieren. Zur Gestaltung einer solchen Veranstaltung werden wir deshalb bereits in dieser frühen Konzeptionsphase den Dialog mit weiteren Akteuren suchen.

Ein Neubeginn bedeutet zwangsläufig auch eine Ende: Die Leipzig (Pop Up hat ausgedient – nicht als Herzensangelegenheit der Veranstalter und vieler (langjähriger) Unterstützer, wohl aber als Treffpunkt der unabhängigen Musikszene in ihrer bisherigen Form. Dies ist die Quintessenz der diesjährigen Veranstaltung, die im Mai erstmalig in ihrer zehnjährigen Geschichte ohne den Messebereich als reine Diskussions- und Festivalveranstaltung stattfand. Leipzig (Pop Up macht für uns ohne Messe keinen Sinn. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die Leipzig (Pop Up zugunsten eines neuen Projekts zu beenden.

Ein Projekt wie die Leipzig (Pop Up ist und war immer abhängig von den Personen im Hintergrund. Wir möchten all denjenigen danken, die zehn Jahre (Pop Up möglich gemacht haben als ehrenamtliche Mitglieder im Team, HelferInnen, AusstellerInnen und BesucherInnen der Messe, Fördermitglieder, Sponsoren und Kooperationspartner. Ein dickes Danke!

Spannende, neue Musik, die Vernetzung innerhalb der unabhängigen Musikszene und Leipzig als großartige Stadt liegen uns weiterhin am Herzen. Im Verein Pop Universell leben diese Aspekte weiter. In welcher Form sie wieder an die Oberfläche treten, ist noch offen. Fest steht: Es wird etwas Neues geben. Vorschläge und Ideen sind immer willkommen!

Haltet Augen und Ohren offen!

Ideals in reconfigured shapes // There will be something new

Ten years ago we founded Pop Universell (registered association) to fathom, to question, and to bstimulate pop(music) culture. We want to establish networks beyond mainstream music business and encourage communication within the scene – off the beaten track, voluntarily, and for the sake of the idea. For ten years we have successfully put these ideals into action in the shape of the music fair Leipzig (Pop Up. During that time the general conditions of the „creative scene“ and especially the music scene have changed fundamentally. Therefore new approaches are needed to transform the ideas of communicating and networking into a contemporary manner.

We say: Time for change!

In a new concept we will keep the association’s principles in mind as well as the focus on the music scene, but we will leave behind the music fair. Our goal is to integrate Leipzig’s unique possibilities into a new event, combining the experience and competence of our previous work while keeping an eye on the needs of the independent music scene. For optimal reconfiguration we are seeking dialogue with other cultural players already at this early point of conception.

A new begin necessarily includes an end: The Leipzig (Pop Up will always stay in the hearts of the organizers and many supporters, but in its previous form it has become obsolete as a meeting point for the independent music scene. This is the quintessence of this year’s Pop Up X which presented itself for the first time in ten years without a fair being a sole music festival with discussion panels. To us, Leipzig (Pop Up without a fair is pointless. As a result we have decided to bring Leipzig (Pop Up to an end and start something new.

A project like Leipzig (Pop Up is and always has been dependent on the people in the background. We want to thank all those people who have made ten years of (Pop Up possible: team members, volunteers, fair attendees and visitors, sustaining members, sponsors and cooperating partners. A big thank you!

Exciting new music, networking within in the independent music scene and the adorable city of Leipzig continue to be of particular importance to us. In Pop Universell these aspects will live on. While still uncertain in what shape they will condense, one thing is for sure: There will be something new. Suggestions and ideas are always welcome!

Keep your eyes and ears open!

pop universell präsentiert die DO/Night: Willkommen im Untergrund!

06.10.11 in News, Vergangene Veranstaltungen

James Yuill

Sa/ 29.10.2011/ 21:30 Uhr
Spinnereigelände – Halle 14/UG

LIVE:
MONO GIRL (DK) – ElectronicAvantgarde
SCHLUCK DEN DRUCK (DruckplattenRec./Berlin) – NeonPunkRave

DJs:
OLIVER GOLDT (Freude am Tanzen/Jena) – EnergeticElectronica
HW RHAPSODY (Leipzig) – CosmicSloMoDisco
SCHMLZ & SCHN (PALETTE700/Leipzig) – Amorous SlowHouse Disco
MORITZ KAISER (PALETTE700/Leipzig) – AmorousTechHouse

Am Samstag, den 29. Oktober findet die offizielle Party zur Designers’ Open 2011 statt – dieses Jahr organisiert von pop universell e. V. wird sie im Untergeschoss der Halle 14 stattfinden.
Man könnte meinen, sich auf eine Zeitreise zu begeben – erinnert die großzügige alte Industriehalle doch sehr an die legendären 90er-Jahre-Technoparties auf dem Spinnereigelände. An diesem Abend kommt man dieser Vergangenheit wieder ein Stück näher – ein Schritt zurück für den Weg nach vorn.
Für das musikalische Gefühl sorgen an dem Abend auch diverse und illustre Menschen aus den verschiedensten Ecken:
MONO GIRL aus Dänemark zum Beispiel zeigt und erzählt mit ihrer elektronischen Avantgarde Geschichten eines kleinen Mädchens auf der Suche nach Freunden in einer großen nackten Welt.
OLIVER GOLDT vom Jenaer Plattenlabel Freude am Tanzen wird mit energetischem House und Elektronika den einen oder anderen auch mit Jazz und Funkloops begeistern.
Die drei Leipziger von HW RHAPSODY hingegen versorgen den Abend mit ihrer wirklich durchweg tanzbaren CosmicSloMoDisco, was sie nicht zuletzt auch schon bei der Nation of Gondwana bewiesen.
Durchweg bekannt für pure Emotion beim elektronischen Set sind die Jungs von PALETTE700 – bei der DO/Night werden SCHMLZ & SCHN und MORITZ KAISER für die richtige Stimmung vor und hinter den Plattentellern sorgen.
Das i-Tüpfelchen des Abends haben wir uns aus Berlin geholt. SCHLUCK DEN DRUCK heißen sie und der ein oder andere kennt sie vielleicht vom Melt! oder dem Urban Art Forms Festival Wien. Diese Jungs gehören zu den mit Abstand wohl liebsten Feierikonen der Hauptstadt, zeigen hingegen live gern einmal, wie das mit dem Ausrasten bühnenshowmäßig wirklich funktioniert.
Für hochenergetische Verpflegung der Tanzenden wird somit die ganze Nacht lang gesorgt sein.
Bleibt uns nur noch zu sagen, dass wir uns auf den Abend mit euch freuen!

Die Panels vom Samstag: „Schminke hält nicht so lange wie eine Idee“

21.05.11 in News

Das Erwachsenwerden in und mit Popkultur stand im Mittelpunkt des Panels „Hyperschrei und Dreifaltentum“ am Samstagnachmittag der Pop Up X. Moderator Thorsten Groß vom Rolling Stone diskutierte mit dem Kulturwissenschaftler und Autor Jörn Morisse, Philipp Ikrath vom Institut für Jugendkulturforschung Hamburg, dem Musiker und Musikjournalist Yessica Yeti, dem Sänger der Band MIT Edi Winarni ebenso wie mit dem interessierten Publikum. Im Mittelpunkt standen dabei das Älterwerden aber auch die Veränderung von Jugendkulturen.

Hier gibts die Zusammenfassung der Diskussion und den Komplett-Mitschnitt zum Download.

Beim dritten Diskussionsforum der Pop Up X tauschten sich die drei Laptop- und Medienkünstler Jacob Korn, Marion Wörle und Marek Brandt sowie die Musikwissenschaftlerin Jin Hyun Kim unter dem Titel „Schalt mich ein und schalt mich aus, die Gefühle müssen raus“ aus über Fluch und Segen von Laptops auf der Bühne. Moderiert wurde das Diskussionsforum von Ji-Hun Kim, Redakteur der de:bug.

Hier gibts die Zusammenfassung der Diskussion und den Komplett-Mitschnitt zum Download.